Archiv für den Monat: Juni 2016

Umweltschäden verhindern mit Löschwasserrückhalteanlagen

thomas-löschwasserrückhalteanlage-02Feuersbrünste und Brände gehören seit Menschengedenken zu den Schrecken, vor denen sich Bewohner und Besitzer von Gebäuden so gut wie möglich schützen möchten. Nicht umsonst wurden schon im Mittelalter die ersten Feuerwehren organisiert. Heute sind professionelle und freiwillige Feuerwehren das Rückgrat jeder Brandbekämpfung. Allerdings ergeben sich bei Löscharbeiten bestimmte umwelttechnische Probleme, indem zwar ein Feuer gelöscht wird, das dabei eingesetzte Löschwasser jedoch den Untergrund kontaminieren kann. Im Löschwasser können sich umweltgefährliche Stoffe und Partikel befinden, die während der Löscharbeiten verbrannten oder einfach als Flüssigkeiten ein Bestandteil des Löschwassers wurden. Um hier großflächigen Umweltschäden vorzubeugen, bestehen für bestimmte Unternehmen behördliche Auflagen hinsichtlich der Errichtung und Unterhaltung von Lager- und Betriebsräumen, in denen sich definierte Mengen an umweltschädlichen Stoffen befinden. Hier müssen sogenannte Löschwasserrückhalteanlagen installiert werden. Ein führender Hersteller auf diesem Gebiet ist die THOMAS SYS TECH GmbH.

Wozu werden Löschwasserrückhalteanlagen benötigt?

Wie bereits in der Einleitung angeschnitten, stellt das verunreinigte Löschwasser eine Gefahr für die Umwelt dar, wenn es in das Erdreich gelangt. Erfahrungswerte im Bereich der Bekämpfung von Bränden haben gezeigt, das die einzig wirksame Methode, verunreinigtes Löschwasser aufzufangen, darin besteht, das betreffende Gebäude architektonisch und technisch so zu gestalten, dass der Bodenbereich und Lageruntergründe als Auffangbecken dienen. So kann das kontaminierte Löschwasser nach der erfolgten Brandbekämpfung aufgenommen und fachgerecht entsorgt werden.

Welchen Anforderungen müssen Löschwasserrückhalteanlagen standhalten?

thomas-löschwasserrückhalteanlage-03Grundlage zur Bestimmung der Anforderungen an Löschwasserrückhalteanlagen ist das Wasserhaushaltsgesetz und hier im Besonderen der § 19, der den Behörden der einzelnen Bundesländer in der Planfeststellung vor der Errichtung von Betriebs- und Lagerstätten eine Prüfung auferlegt, ob hier eine Wassergefährdung in Betracht kommt. Die einzelnen Bundesländer wiederum sind verpflichtet, entsprechende technische Baubestimmungen zu erlassen, um eine Wassergefährdung durch unternehmerische Tätigkeiten zu verhindern.
Die Basis zur Vorgabe bezüglich der Anforderungen stellen hierbei die Wassergefährdungsklassen:

WGK 1
WGK 2
WGK 3

Ohne Berücksichtigung der weiteren Faktoren wie brandschutztechnische Infrastruktur, Größe der Lagerfläche, die Art des Lagers sowie Lagermenge und Lagerdichte gelten folgende Regelungen: Stoffe der Wassergefährdungsklasse 1 benötigen ein Rückhalte- oder Auffangvolumen von 100 % pro ortsfestem oder ortsbeweglichem Behälter.
Bei Stoffen der WGK 2 vergrößert sich das notwendige Volumen um 50 % (150 %) und bei Stoffen der WGK 3 um 100 % (200 %). Das sind die Mindestanforderungen, die in der Regel eine Anpassung durch die zuständige Baubehörde erfahren, abhängig von den eingangs im Absatz genannten Faktoren.

Welche Unternehmen benötigen Löschwasserrückhalteanlagen?

thomas-löschwasserrückhalteanlage-04Jede Firma beziehungsweise jede Betriebsstätte oder auch öffentliche Einrichtung, die wassergefährdende Stoffe lagert, abfüllt, herstellt oder behandelt, ist verpflichtet, entsprechende Löschwasserrückhalteanlagen einzubauen und zu verwenden. Die Eignung der jeweiligen Löschwasserrückhalteanlagen muss durch die zuständige Behörde vor Inbetriebnahme geprüft und zugelassen werden.
Aktuell bestehen folgende Regelungen zu den Mindestmengen und den damit notwendig einzurichtenden Löschwasserrückhalteanlagen:

Ab 100 t der WGK 1 in jedem Lagerabschnitt
Ab 10 t der WGK 2 in jedem Lagerabschnitt
Ab 1 t der WGK 3 in jedem Lagerabschnitt

Bei der Zusammenlagerung zweier Stoffe unterschiedlicher WGK gilt grundsätzlich die Vorgabe der höheren Gefährlichkeit.

Diese Vorgaben finden keine Anwendung bei der Bereitstellung zur Beförderung innerhalb von 24 Stunden, einem transportbedingten Zwischenlagern oder dem kurzfristigen Abstellen geringerer Mengen (Tagesbedarf) innerhalb eines Produktionsganges.