Archiv für den Monat: Dezember 2005

Dem Auge ein Fest

Der Erfurter Grafiksammler, Grafiker und Hochschullehrer Rudolf Franke (1925–2002) hat gemeinsam mit seiner Frau Ilse in sechs Jahrzehnten eine grafische Sammlung aufgebaut, die ihresgleichen sucht. Wesentliche Bereiche der Kunst des 20. Jahrhunderts werden großräumig umfasst. Gezeigt werden neben 300 Werken der Sammlung Franke auch ausgewählte Arbeiten aus dem künstlerischen Schaffen des Grafikers Rudolf Franke.

Die Ausstellung ist nur noch bis zum 8.01.2006 in der Kunsthalle Erfurt zu sehen.

Tokio Hotel

Die Popsensation des Jahres 2005 ist ohne Frage Tokio Hotel. Auch im neuen Jahr wollen sie es wissen, und sind auf Tournee durch ganz Deutschland.

Am 06. 03. 2006 sind sie zu Gast in der Thüringen Halle.

Wer ist eigentlich Orpheus?

Das One Man Musical gespielt und gesungen von Krispin Wich behandelt die klassische Liebesgeschichte von Orpheus und Eurydike. Live gesungene Songs von Elvis Presley, Mick Jagger, Barbara Streisand oder etwa den Beatles verleihen diesem Stück eine wundersame Leichtigkeit.

Beginn ist um 20:00 Uhr im Galli Theater Weimar.

Mein Erfurt – Mein Leben

Am Horizont ist es dunkel, ich bin zwar Optimist, aber trotzdem gibt
es Probleme die mich stressen.
Manchmal sitz ich einfach nur da und überlege wie es wäre wenn ich
damals nicht in diesen Umkreis gelandet wäre und heute ein netter
junger Mann mit sicherem Arbeitsplatz, Geld und Freundin wäre.
Aber am Ende kann ich es eh nicht mehr ändern und vielleicht war es
auch gut so.
In meinen 20 Jahren hatte ich bis jetzt viel Spaß, musste aber auch
genauso viel Dreck fressen.
Heute weis ich das Freundschaft relativ ist… Freunde sind wie eine
Schachtel Kippen, als Raucher braucht man sie, aber trotz der Gefahr
scheißt man auf die Konsequenzen. Sehr viele Freunde kamen und gingen
wieder, oft dachte ich, ich kann Ihnen vertrauen, aber wo es darauf
ankam, war keiner mehr da. Meine Eltern warnten mich damals schon,
aber ich war viel zu naiv, wie jeder Mensch, und musste selbst, vielleicht
auch wollte daraus lernen. Ich will niemanden verurteilen, weil ich auch
nicht besser bin, aber ich scheiß auf Versprechen der Leute.
Klar, ich grüße zwar immer nett und rede auch gern über alte Zeiten,
aber das ist nur der Anstand…
Vertrauen… vertrauen tue ich Niemanden, außer meinen Eltern, obwohl
ich mich mit denen nicht so gut verstehe, und einem wirklich wahrem
Freund, der wie ein Bruder für mich ist! Ich will keine Predigt halten,
aber die meisten Menschen sind zu leichtgläubig und vertrauen anderen
zu schnell.
Scheiß drauf… mir geht es schon wieder selber auf den Sack wie ich hier
’’philosophiere’’ und ändern kann ich als Kleinkrimineller auch nichts…
Und schon wieder denke ich, warum ich von mir sage dass ich
optimistisch wäre… erst vor einigen Tagen fragte mich ein ältere Herr,
wie man erkennt dass man ein Optimist sei.
Ich bin ehrlich… ich konnte diese Frage nicht genau beantworten…!

Wie kann ich von mir behaupten dass ich ein Optimist wäre?
Und warum will ich Dinge ändern, die für andere Menschen selbst-
verständlich sind?

Egal… manchmal ist es besser nicht über solche Fragen nachzudenken.

Aber jetzt endlich mal zu meiner Stadt… mein Ein und Alles,
mein Erfurt – mein Leben!
Leute die nicht aus Erfurt-City kommen, sagen dass unsere Stadt wunder-
schön ist. Die Menschen hier sehr nett wären und es viel zu sehen gäbe.
Im Großen und Ganzen stimmt das auch, aber es gibt natürlich auch die
negativen Seiten in der City… unter anderen Gewalt, Drogen und Kriminalität.
Ich bin trotzdem stolz auf meine Stadt, obwohl nicht alles so perfekt ist,
wie man sich das vorstellt.

Ich schreibe über mein Leben und möchte euch daran Teil haben lassen,
wie ein kleines arbeitsloses Arschloch mit dem Gesetz in Konflikt kommt.
Alle Gedanken und Geschichten sind aus meinem Leben.
Nichts erfunden, nichts verheimlicht!

Fortsetzung folgt…